3. Trakehner-Rennen in Mannheim-Seckenheim
Buschreiter schnuppern am Turf
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Eventing meets Turf: Am Sonntag, 26. September, findet auf der Rennbahn in Mannheim-Seckenheim eine Pferdesportveranstaltung für Grenzgänger statt: Bei einem Amateurrennen nur für Trakehner Pferde sind unter anderem Vielseitigkeitsreiter am Start.
Im Normalfall hat der Pferderennsport mit der Vielseitigkeit so gut wie nichts zu tun – und umgekehrt. Außer dass vielleicht einmal blutgeprägte Pferde aus der Vollblutzucht den Weg in den Busch finden oder gelegentlich auch vormalige Rennbahnasse zu Vielseitigkeitspferden umfunktioniert werden. Aber dass Eventer sich auf die Rennbahn wagen, ist ziemlich selten, seit die echten langen Prüfungen endgültig der Vergangenheit angehören. Und doch gelingt nun der "Schnupperkurs" auf dem Turf.
Mit großem Idealismus und viel Akribie organisiert der Trakehner Züchter und Sponsoring-Beauftragte des Badischen Rennvereins für das Trekehner-Rennen in Mannheim-Seckenheim, Dr. Dirk Friedrich, das inzwischen 3. Rennen dieser Art. Es findet anlässlich des offiziellen Herbstrenntages in Mannheim statt, ist ausschließlich Amateuren vorbehalten und ziemlich hoch dotiert: Es gibt immerhin ein Gesamtpreisgeld von 10.000 Euro zu gewinnen, das sich am Ende nur zwölf Starter teilen werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Vierbeiner einen Elchschaufel-Brand hat. Der Nennungsschluss war schon am 31. August; das Starterfeld steht bereits fest.
Der Veranstalter hat große historische Vorbilder. Schon in Ostpreußen wurden solche Trakehner-Rennen durchgeführt. So zählte das "v.d. Goltz-Querfeldein, Großes Trakehner- Jagdrennen" zu einem der schwersten Events dieser Art weltweit, Teil der Leistungsprüfung im Hauptgestüt Trakehnen.
Der Mannheimer Renntag beginnt am 26. September gegen 13.30 Uhr; der Flaggenstart zum Trakehner-Rennen wird gegen 17 Uhr sein. Die zwölf Teilnehmer kommen aus der ganzen Bundesrepublik.
www.trakehner-friedrich.de
|