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Sabine Kreuter (hier bei der Überreichung eines Ehrenpreises 2009 in Luhmühlen) beklagt sich, dass sie finanziell nicht an den Erfolgen von Sam partizipiert habe (Foto Julia Rau) |
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La Biosthetique Sam FBW Verhandlungen stocken: Kontrahenten gehen an die Öffentlichkeit VON WOLF-DIETRICH NAHR Die seit Wochen andauernden Verhandlungen über eine Übernahme des 60-Prozent-Anteils von Sabine Kreuter an dem Weltmeisterpferd Sam durch das DOKR und Sponsoren sind ins Stocken geraten, obwohl sich die Verhandlungspartner bereits über die Höhe des ungenannten Kaufpreises geeinigt haben (siehe rechtlichen Hinweis am Ende des Beitrages *). Nachdem sich alle Beteiligten nach der Rückkehr von Sam in den Stall Jung im baden-württembergischen Horb darauf verständigt hatten, bis zum Abschluss der Kaufverhandlungen strikte Vertraulichkeit zu wahren, ist nun Sabine Kreuter in die Offensive und in die Öffentlichkeit gegangen: Auf ihrer Internetseite www.blutundbuschpferde.de verbreitete sie eine umfangreiche Stellungnahme mit Vorwürfen gegen die FN, die Familie Jung und die Presse. 20.000 Euro abgelehnt Laut Kreuter-Darstellung habe sie für ihren 60-Prozent-Anteil an Sam vom DOKR ein Angebot von 20.000 Euro erhalten und dies abgelehnt. Aus der Stellungnahme geht nicht hervor, wann dieses Angebot unterbreitet worden sei und ob es vor den Weltreiterspielen ausgesprochen worden sei. Ein "schriftliches Angebot über 600.000 Euro von Seiten des DOKR" habe es nie gegeben und sei deshalb nie von ihr abgelehnt worden, schreibt Sabine Kreuter auf ihrer Website. Der FN- und DOKR-Verhandlungsführer Reinhard Wendt räumte im buschreiter-Interview zwar ein, dass es tatsächlich "nie ein schriftliches Angebot" besagter Art gegeben habe, aber dass Sabine Kreuter mit dem DOKR-Vielseitigkeitsausschussvorsitzenden Holger Heigel die Übernahme des 60-Prozent-Anteils "mündlich verabredet" habe. Heigel und fünf weitere Privatpersonen wollten ursprünglich für das Championatspferd jeweils 100.000 Euro, also zusammen 600.000 Euro, bereitstellen – wie buschreiter.de mehrmals berichtet hat. Doch nach der WM habe Sabine Kreuter davon Abstand genommen, berichtete Wendt. "Herr Heigel hat sich auf das Wort verlassen", sagte der FN-Spitzenfunktionsträger im buschreiter-Interview. Über Kaufpreis geeinigt Sabine Kreuter berichtet weiter aus den bisher gelaufenen Verhandlungen folgendermaßen: "Es gab kein einziges Angebot – egal in welcher Höhe – von einem (weiteren) deutschen Sponsor oder der Familie Jung." Nach Informationen von buschreiter.de hat Sabine Kreuter zuletzt vor Weihnachten ein konkretes Angebot über die Übernahme der Anteile erhalten. Schließlich habe es zwischendurch sogar eine Einigung über den Kaufpreis gegeben, so Reinhard Wendt. Ausgearbeiteten Vertrag verworfen Laut Darstellung von Sabine Kreuter habe das DOKR den gemeinsam ausgearbeiteten Vertrag verworfen – "wegen meiner Forderung, dass Sam nicht weiterverkauft werden darf und Michael der einzige Reiter bleibt". Über die Frage des Weiterverkaufs hat es nach Darstellung des FN-Vertreters Wendt eine "intensive mündliche und schriftliche Auseinandersetzung" gegeben. Er habe gegenüber Sabine Kreuter zum Ausdruck gebracht, dass für die Übernahme der Anteile zum Teil Verbandsmittel eingesetzt werden sollen. Die einschlägige Satzung sehe vor, dass ein Pferdeankauf für den Spitzensport und nicht für den Weiterverkauf möglich sei. Eine Veräußerung sei satzungsgemäß nur möglich, wenn das Pferd für den Spitzensport nicht geeignet sei. Reinhard Wendt: "Wir wollen diese Freiheit – und uns nicht über einen Vertrag weiter binden". "Die Freiheit müssen wir haben" Schließlich müsse auch die FN oder das DOKR darüber entscheiden, wer das Pferd reitet. In 30 Jahren können er sich in einem vergleichbaren Fall an keinen Reiterwechsel erinnern. Dennoch wolle sich die FN/DOKR nicht durch einen Vertrag binden. Für den Fall einer Verletzung des Reiters müssten auch andere Varianten realisierbar sein. Reinhard Wendt: "Diese Freiheit müssen wir uns erhalten, weil wir sonst unseren Satzungsauftrag gefährden." Sabine Kreuter schreibt weiter auf ihrer Internetseite, dass sich knapp 300.000 Euro Gewinngelder ausschließlich auf dem Konto der Familie Jung befänden, "nicht zu vergessen die geschätzten mindestens nochmal so hohen Gelder aus Sponsoring, Werbung und Ehrenpreisen". Sabine Kreuter: "Ich habe im Gegenzug zwei Plaketten (1x FBW, 1x DOKR), zwei Schleifen und ein Bild (Ehrenpreis in Luhmühlen) bekommen." 25 Prozent der Geldpreise? Was Sabine Kreuter aber unerwähnt lässt: Sie hat nach Angaben von Reinhard Wendt für die Zeit nach dem Verkauf 25 Prozent der Geldpreise für sich beansprucht. "Das geht nicht", sagte der FN-Offizielle im buschreiter-Interview bündig. Nach dem Regelwerk hätten die Pferdebesitzer Anspruch auf diese Geldpreise. Zudem erklärt Sabine Kreuter, dass das DOKR Frau Winter-Schulze "nicht als Sponsor im Boot haben will". Dieser Darstellung widersprach Reinhard Wendt. Er habe sich ganz aktuell bei Madeleine Winter-Schulze vergewissert: "Sie ist weiterhin mit im Boot." Auch der Ausschussvorsitzende Holger Heigel wolle "mithelfen", während die fünf weiteren ursprünglichen Geldgeber ausgestiegen seien. "Keiner ist abgesprungen" Nach Angaben von Reinhard Wendt stehen mehrere weitere Förderer bereit, über deren Identität er aber nichts sagen wollte. Sie seien über die Entwicklung der Kaufverhandlungen informiert worden. Wendt: "Keiner ist abgesprungen." Der FN-Offizielle zeigte sich trotz aller Unstimmigkeiten über Details des Eigentumsübergangs optimistisch, dass die Verhandlungen weitergehen. "Wir wollen ja etwas voneinander." Wendt ist zuversichtlich, obwohl er auf mehrere Mails und Briefe von Sabine Kreuter keine Antwort erhalten habe. "Irgendwann wird sie wieder antworten." So berichtete buschreite.de bisher Internetseite von Sabine Kreuter: www.blutundbuschpferde.de * Rechtlicher Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag ist umfassend urheberrechtlich geschützt und darf nur im Rahmen der rechtlich gesicherten Regeln und nur streng auszugsweise zitiert werden – und das nur mit ausführlicher Quellenangabe: Wolf-Dietrich Nahr/www.buschreiter.de – im Internet mit einem entsprechenden Link. Jede extensive Übernahme des Textes – mit oder ohne Quellenangabe – ohne vorherige Rücksprache und Erlaubnis (mit) der Redaktion (verlag-nahr@buschreiter.de) zieht umfassende rechtliche Schritte bzw. Honorarforderungen nach sich. buschreiter.de genießt umfassenden medienrechtlichen Rechtsschutz bei der Verfolgung von Verstößen. |
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