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Spektakulär und medientauglich: Kai Rüder/Leprince des Bois und Andreas Dibowski/FRH Fantasia im Aachener CIC-Cross (Fotos Julia Rau) |
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Neues FEI-Reglement ab 2013 FN hält nichts von der Abschaffung der CIC VON WOLF-DIETRICH NAHR Die Vielseitigkeitsexperten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung haben klar gegen Tendenzen Position bezogen, das CIC-Kurzformat gegenüber den CCI zurückzudrängen und zu nationalen Prüfungen abzuwerten. Gleichzeitig erteilt die FN in Warendorf Überlegungen eine Absage, die klassische Disziplin-Reihenfolge Dressur-Gelände-Springen als einzig mögliche zu zementieren. Das geht aus einer ausführlichen Stellungnahme der FN hervor, die in schriftlicher Form an die FEI gegangen ist. Dies steht im Zusammenhang mit dem derzeit weltweit laufenden Diskussionsprozess über die Änderungen des internationalen Vielseitigkeits-Reglements ab 2013. Das im Internet veröffentlichte Statement stammt von Philine Ganders-Meyer in Absprache mit den Bundestrainern Hans Melzer und Christopher Bartle sowie mit Rüdiger Schwarz, Fritz und Mathias Otto-Erley. Gut funktionierendes System Demnach sehen die FN-Experte in der Unterscheidung in CCI und CIC ein insgesamt gut funktionierendes System, zu dem es keine Alternative gebe. Gleichzeitig warnen sie vor Bestrebungen, die CIC zu nationalen CNC abzuwerten, weil diese in Deutschland zu wenige Starter zu erwarten hätten und auch schlechter zu vermarkten seien. Die CIC auf einem international vergleichbaren Niveau seien unverzichtbar im Hinblick auf den Prozess der Qualifikation – besonders in jenen Ländern, in denen die Zahl der Reiter auf den verschiedenen Leistungsniveaus begrenzt sei. "GBR is an exemption!!!", heißt es in der Stellungnahme. Es sei ausgesprochen wichtig für Reiter und Pferde, bei CIC-Prüfungen genügend Erfahrungen zu sammeln, ohne zu viele "Kilometer auf den Tacho" zu bekommen. Beide Abfolgen erlauben Was die Disziplinreihenfolge Dressur-Gelände-Springen oder den Parcours vor dem Cross angeht, plädiert die deutsche Expertengruppe in der internationalen Diskussion dafür, beide Abfolgen zu erlauben und die Entscheidung darüber den Organisatoren des jeweiligen Events zu überlassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das Organisationskomitee des CHIO in Aachen dringend dafür plädiert, wie bisher das Cross als Abschluss-Teilprüfung zu erlauben. Seit es Vielseitigkeit in der Soers gebe, sei das Gelände immer die Abschlussteilprüfung gewesen. Und das aus gutem Grund: Dadurch stehe unmittelbar nach dem Cross im Hauptstadion der Gesamtgewinner fest. Dies habe zur großen Popularität der Aachener Vielseitigkeit im Rahmen des Weltfestes der Pferde beigetragen. Außerdem sei diese Dramaturgie ein wichtiger Faktor dafür, dass die Prüfung im Fernsehen übertragen werde. Am Vielseitigkeits-Springen kein Interesse TV-Verantwortliche hätten in ausgiebigen Diskussionen zum Ausdruck gebracht, dass sie am Vielseitigkeits-Springen kein Interesse hätten und einen Gewinner nach dem Gelände bräuchten. Die Organisatoren müssten insofern Rücksicht auf die Interessen der Medien und der Sponsoren nehmen, heißt es in Aachen. Aus sportlicher Sicht sei kein entscheidender Nachteil zu erkennen, wenn die Geländeteilprüfung am Ende stattfinde. Vet-Check nach dem Cross Das kann man aber auch anders sehen: Der vormalige internationale Reiter und als Richter aktive Dr. Hemut Mett möchte lieber an der "traditionellen" Reihenfolge festgehalten sehen. Von einer erfolgreichen Prüfung könne man seiner Meinung nach nur sprechen, wenn ein Pferd am Tag nach dem Cross unbeanstandet eine Verfassungsprüfung absolviere. Andererseits seien ihm nur sehr wenige Fälle bekannt, in denen Pferde ganz am Ende der Prüfung nach dem Gelände aus tiermedizinischen Gründen eliminiert worden seien, schreibt Dr. Mett in seiner Stellungnahme an die FEI. Auch Metts internationaler Richterkollege Dr. Ernst Topp hält die traditionelle Reihenfolge Dressur-Gelände-Springen für ein fundamentales Element der Vielseitigkeit. Dies bringe eindeutig Vorteile im Hinblick auf das Wohl der Pferde – auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Milde bei Run Out In der sehr komplexen und detaillierten Diskussion über Qualifikationskriterien für Reiter und Pferde auf internationalem Niveau schlägt die deutsche Expertenrunde der FN vor, bei Verweigerungen im Gelände eine neue Unterscheidung zu treffen: Ein echter Stopp des Pferdes solle mit 20 Punkten bestraft werden, während ein Vorbeiläufer (run out/technical refusal) nur mit zehn Zählern sanktioniert werden solle. Das mit der Folge, dass dann das Minimum Eligibility Requirement (MER) unter 20 Punkten an Geländehindernissen liegen würde. Begründung: Ein solcher Vorbeiläufer passiere sehr schnell und rechtfertige nicht Tausende von Lkw-Kilometern für das Pferd, um letztlich die Qualifikation zu schaffen. Umgekehrt zeigten ein Stopp oder zwei Vorbeiläufer, dass ein Pferd für das nächste Sterne-Niveau noch nicht reif sei. Die Stellungnahmen stammen von Mitte August 2011 und beziehen sich auf eine Fülle anderer Reglementfragen. Im verlinkten pdf-Dokument sind auch die Statements einer Vielzahl anderer Offizieller auf der internationalen Bühne nachzulesen: Hier klicken. So berichtete buschreiter.de bisher: Reglement 2013: Eine Revolution durch die Hintertür? Harald Ambros: Rote Karte ohne Rücksicht auf Rang und Namen Sebastian Steiners Mutter fordert abwerfbare Hindernisse Dr. Afred Schwarzenbach: "Geländehindernisse sollen fallend sein" Christian Steiner: Jeder Unfall ist einer zu viel Christian Zehe: Manche Reiter meiden Events mit Sicherheitshindernissen |
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buschreiter.de: Journalismus über Vielseitigkeit von journalistischen Profis |
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