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Luhmühlen verzeichnet im Mega-Event-Jahr ausgezeichnete Nennungsergebnisse (Foto Julia Rau)

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Luhmühlen 2011: Vorschau

Rekord-Nennungsergebnis für CCI****

Der Vier-Sterne-Event in Luhmühlen 2011 verzeichnet ein Rekord-Nennungsergebnis von 57 Paaren.

Auch in der CIC*** Milford Trophy, die in diesem Jahr gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften der Vielseitigkeitsreiter umfasst, starten mit 53 Reiter-Pferd-Paaren das Maximum an möglichen Startern. Hier musste die Turniergesellschaft sogar einigen ausländischen Startern, die nicht, wie in der Ausschreibung gefordert, auch in der Vier-Sterne-Prüfung starten wollten, absagen.

Der CCI**** wird eine große Zahl von Top-Reitern aus den "großen" Vielseitigkeitsnationen in der Startbox sehen. So haben allein aus Großbritannien 14 Reiter und Pferde die Vier-Sterne-Herausforderung in der Heide ins Auge gefasst: Unter anderem haben William Fox-Pitt, Mary King, Oliver Townend, Francis Whittington und Piggy French Nennungen über den Kanal geschickt. Das heimische Publikum wird unter anderem auf die Vorstellung von Fox-Pitt und Seacookie (ehemals Ingrid Klimke) gespannt sein. Die Mannschaftsolympiasiegerin wird bis zur Deutschen Meisterschaft ihre Sturzverletzung von Badminton auskuriert haben: Sie ist mit Abraxxas in der Drei-Sterne-Prüfung am Start.

Luhmühlen in neuem Glanz

Dr. Roland Wörner, Geschäftsführer des Ausbildungszentrums Luhmühlen (AZL), gab einen Überblick über die umfangreichen Bautätigkeiten auf dem Turniergelände, die bis zum 12. Juni abgeschlossen werden sollen (buschreiter.de berichtete). Mit der internationalen Vielseitigkeit 2011 wird damit das „neue Luhmühlen“ eingeweiht. Mit einer modernisierten Tribüne, einem neuen Multifunktionsgebäude für die Organisation, Richter und Presse, einem nagelneuen Eingangs- und Kassenbereich, modernisierten Zuwegungen, mehreren neuen Sand-Dressurvierecken und einem modernen neuen Sand-Turnierplatz wird sich den Zuschauern und Teilnehmern ein völlig neues Bild bieten.

„Gelände soll schöne Bilder liefern“

Course-Designer Captain Mark Phillips und Rüdiger Schwarz als Technischer Delegierter des Weltverbandes stellten das Gelände für die internationale Vielseitigkeit vor. „Wir haben an einzelnen Hinderniskomplexen gearbeitet“, so Mark Phillips. „Ich bin mir sicher, dass wir schöne Bilder sehen werden. Große Veränderungen in der Geländestrecke wird es erst im August zur Europameisterschaft geben.“

Rüdiger Schwarz lobte den Kurs: „Das macht einen flüssigen Eindruck. Ich glaube, dass wir eine Prüfung mit viel Tempo zu sehen bekommen. Insbesondere die Trassen machen einen sehr guten Eindruck.“

Komfortable Situation für Bundestrainer

Bundestrainer Hans Melzer drückte seine Freude darüber aus, dass die Leistungsspitze in Deutschland inzwischen so breit ist, dass es seiner Meinung nach für die Deutschen Meisterschaften viele potenzielle Titelkandidaten gibt. „Das Turnier jetzt im Juni wird uns in Bezug auf die Longlist für die Europameisterschaft Ende August hier in Luhmühlen einen ganzen Schritt weiter bringen. Es bieten sich viele Reiter mit ihren Pferden dafür an, was für Chris Bartle und mich die Aufgabe der Nominierung sicher nicht einfach macht. Aber gleichzeitig ist das natürlich auch eine sehr positive, komfortable Situation für uns.“

Auch die Aktiven freuen sich auf das neu gestaltete Turniergelände in Luhmühlen. Andreas Dibowski betonte, dass die Einführung eines Sandplatzes genau der richtige Schritt gewesen sei. In- ternationale Prüfungsplätze setzen immer häufiger auf Sand. So wird vor allem in der Dressur Chancengleichheit für alle Starter gewährleistet. Angesichts der starken Konkurrenz aus den eigenen Reihen betonte Dibowski, dass er den Druck durch die jüngeren Talente zwar spüre, sich diesem aber durch seine guten Pferde gewachsen fühle. „Solange ich konkurrenzfähig bin, mache ich weiter. Sollte ich hinterherhinken, ist für mich Schluss.“

Seine Kollegin Marina Köhncke erklärte ebenfalls, dass sie sich – nach den hervorragenden Ergebnissen mit ihrem Pferd Calma Shelly zuletzt in Badminton – auf die Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen freue. „Darauf konzentriere ich mich. Die Europameisterschaft habe ich überhaupt noch nicht im Blick. Dafür muss alles stimmen bei uns beiden. Nur dann könnte das ein Ziel werden.“

Event-Flagge für die EM überreicht

Dass die HSBC FEI Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter, die vom 25. bis 28. August an gleicher Stelle auf dem Turnierplatz in Luhmühlen ausgetragen wird, 100 Tage vor dem Beginn bereits große Schatten voraus wirft, hörte man bei allen Beteiligten heraus. Am Ende übergab Holger Heigel (Ausschußvorsitzender DOKR Vielseitigkeit) die Flagge des Internationalen Reisportverbandes (FEI), die er 2009 in Frankreich von den Ausrichtern der letzten EM in Fontainebleau überreicht bekommen hatte, an Julia Otto, die Geschäftsführerin der Turniergesellschaft Luhmühlen, sowie an Detlev Braatz und Claudia Rogge, die Vorsitzenden des Pferdezucht- und Reitvereins Luhmühlen.

www.luhmuehlen.de

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