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Bei Olympia-Testlauf erfolgreich: Michael Jung und Weidezaunprofi's River of Joy (Archivfoto Wolf-Dietrich Nahr)

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Olympia-Testevent

Jung und River of Joy auf Silberkurs

Wenn das kein gutes Omen für Olympia 2012 ist? Michael Jung und Weidezaunprofi's River of Joy sicherten sich bei der Testprüfung in London quasi die "Silbermedaille".

Mit einem britischen Sieg ging allerdings der Olympia-Test in der britischen Hauptstadt zu Ende. Unter dem Jubel der Zuschauer ließ sich Vizeeuropameisterin Piggy French von der Duchess of Cornwall, der Ehefrau des britschen Thronfolgers Prinz Charles, die „Goldmedaille“ für umhängen. Platz zwei der „Greenwich Park Eventing Invitational“ ging wie gesagt an den deutschen Weltmeister Michael Jung aus Horb. Auf dem dritten Platz landete die zweimalige Europameisterin Pippa Funnell mit Billy Shannon.

Ab in die Holding Box

Noch am frühen Morgen musste Piggy French allerdings um ihren Start bangen. Die Richtergruppe ließ ihr Pferd zunächst nicht durch die Verfassungsprüfung, sondern schickte DHI Topper W zur weiteren Untersuchung in die Holding Box. Sichtlich erleichtert nahm die Reiterin schließlich das erlösende „passed“ entgegen und quittierte diese Entscheidung mit zwei Nullrunden im Springen.

Zweimal in den Parcours 

Wie im kommenden Jahr mussten die besten 25 Paare nämlich gleich zweimal in den Parcours. Diese Besonderheit ist der olympischen Devise „keine zwei Medaillen für dieselbe Leistung“ geschuldet. So wird im kommenden Jahr im ersten Springen die Vergabe der Teammedaillen entschieden, in der zweiten Runde geht es um den Einzeltitel. Bei der jetzigen Prüfung spielte zwar die Mannschaftswertung eine untergeordnete Rolle, doch Test ist Test.

Doppel-Null für Spitzentrio

Neben Piggy French (Endstand 34,7) blieb auch Michael Jung mit Weidezaunprofi’s River of Joy zweimal fehlerfrei und rückte damit auf Platz zwei auf (41,8). Eine „Doppel-Null“ verhalf auch Pippa Funnel mit Billy Shannon zum Platz auf dem Treppchen.

"Edelmetall" verpasst

Die Schwedin Sara Algotsson-Ostholt büßte dagegen ihre Chancen auf Edelmetall im Springen ein. Ein Abwurf im ersten Springen und ein Zeitfehler im zweiten bedeuteten für sie Platz fünf (46,6) noch hinter dem Australier Clayton Fredericks mit Bedingo (46,1).

Ausrutscher im Gelände

Pech hatte auch ihr Mann, der deutsche Mannschafts-Olympiasieger Frank Ostholt (Warendorf) mit Sir Medicott. Im ersten Springen fielen bei ihm gleich drei Mal die Stangen. Damit kam er trotz einer Nullrunde zum Schluss nicht über Rang elf hinaus (60,9). Die dritte deutsche Reiterin, Sandra Auffarth (Ganderkesee) war nach einen Ausrutscher ihres Pferdes Parancs auf der Geländestrecke bereits am Vortag ausgeschieden. Insgesamt beendeten 35 von ursprünglich 41 Paaren aus 23 Nationen den Testevent.

Kritische Stimme aus Warendorf

Im Anschluss an die Siegerehrung zog Reinhard Wendt, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade Komitees (DOKR) und langjähriger Chef de Mission der deutschen Reiter ein erstes Fazit. In einer Pressemitteilung der FN wird er folgendermaßen zitiert: „Absolut positiv zu bewerten ist die enge Einbindung der Reiterwettbewerbe in die gesamten Olympischen Spiele und der enge Kontakt zu den anderen Sportarten. Das ist sehr erfreulich, nachdem wir bei den zurückliegenden Olympischen Spielen doch etwas ausgegrenzt waren. Was die Organisatoren hier in Greenwich auf die Beine gestellt haben, ist wirklich beachtlich. Es werden allerdings Spiele auf engem Raum. Das garantiert einerseits kurze Wege, stellt die Organisatoren aber auch vor eine echte Herausforderung. Dies betrifft sowohl die Zuschauerführung, als auch den Geländeaufbau. Hier ist sicherlich noch einiges zu tun, speziell am Geläuf. Gleiches gilt für den Boden im Reitstadion“, sagte Wendt. „Aber um genau das herauszufinden, gibt es ja solche Testevents.“

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