Ingrid Klimke: Luhmühlen abgesagt
Badminton-Verletzung noch nicht auskuriert
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke hat die Folgen des Sturzes am Huntsman Close in Badminton im April noch nicht vollständig auskuriert und muss eine Teilnahme mit FRH Butts Abraxxas an der Deutschen Meisterschaft in Luhmühlen absagen.
Das bestätigte die Reiterin auf Anfrage von buschreiter.de. Ingrid Klimke hatte sich bei dem Sturz beim CCI**** in Badminton eine Innenbandverletzung am linken Knie zugezogen und muss nun doch länger pausieren als ursprünglich geplant. „Der Heilungsprozess dauert noch, das kann man buschstäblich nicht übers Knie brechen“, sagte sie im Interview. Die Bänderverletzung sei lange ziemlich schmerzhaft gewesen; eine ärztliche Nachuntersuchung in den vergangenen Tagen habe gezeigt, dass an eine volle Belastung des Knies noch nicht zu denken ist. „Luhmühlen kam noch zu früh“, begründet Ingrid Klinke, warum sie am CIC*** in der Heide mit Braxxi nicht teilnehmen wird.
Regelmäßig zur Physio
Erst am Montag nach Luhmühlen wird die Championatsreiterin zum ersten Mal wieder aufs Pferd steigen, aber dann auch noch nicht voll trainieren. Regelmäßige physiotherapeutische Behandlungen sorgen dafür, dass die vielbeschäftigte Berufsreiterin nicht der Langeweile anheim fällt.
Braxxis Trainingspartner
Abraxxas dreht in der Zwischenzeit keinesfalls Däumchen: Ein Amazonenteam sorgt dafür, dass das Championatspferd in Form und motiviert bleibt. Für die Dressurarbeit und die Galoppeinheiten ist Ingrid Klimkes Pflegerin Carmen Thiemann zuständig. Und über bunte Hindernisse arbeitet Eva Deimel das Olympiapferd. Sie ist im Stall von Kurt Gravemeier auf Gut Berl beheimatet.
Lonnerbecke, Aachen, Malmö
Die weitere Saison-Dramaturgie sieht für Ingrid Klimke und Abraxxas voraussichtlich folgendermaßen aus: Nach einem Zwei-Sterne-Start in Fürstenau-Lonnerbecke (1. bis 3. Juli 2011) wartet auf das Paar in Aachen (12. bis 17. Juli) eine CIC***-Aufgabe. In den Zeitplan passt außerdem die Drei-Sterne-Prüfung in Malmö (5. bis 7. August).
Verläuft alles nach Plan, dann wäre für die Mannschaftsolympiasieger immer noch ein Start bei der EM in Luhmühlen (25. bis 28. August) drin – das grüne Licht der Selektoren einmal vorausgesetzt. Aber Ingrid Klimke ist im Hinblick auf eine Teilnahme bei der Europameisterschaft vornehm zurückhaltend: „Erst einmal reiten und mit Leistung überzeugen.“
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