Anne Warnecke und Twinkle Bee in Burghley
"Es lief mir kalt den Rücken herunter"
Das war ein denkwürdiges Turnierwochenende für die Wahl-Engländerin Anna Warnecke und Twinkle Bee in Burghley. Die Siegerehrung war für die Kaderreiterin und WM-Reservistin ein bewegender Moment: "Als ich mich umsah und so viele Legenden des Sports um mich hatte, wurde mir ganz anders."
Warnecke und "Trusty" hatten ihr "Liebingsturnier, den CCI**** in Burghley, mit einem ausgezeichneten 9. Platz beendet - buschreiter.de berichtete ausführlich. Und die Reiterin bilanziert die Saison schon einmal: "Dieses Jahr lief einfach alles traumhaft für uns." Schon in der Dressur habe sich Trusty gut konzentriert. Na gut, etwas "Bestechung" war schon dabei: Anna Warnecke und ihre Pflegerin Laurie hatten Trusty versprochen, wer werde für den Rest des Jahres keinen Dressursattel mehr sehen, falls er sich benimmt...
Gespenstisch ruhig
Das war für Anna Warnecke keine Überraschung: "Das Gelände war wie immer imposant und dick aufgebaut und es erzeugt Respekt bei jedem Reiter. Als ich Trusty am Samstag morgen ritt, war es noch ganz nebelig und alles war gespentisch ruhig. Man konnte die Spannung und Aufregung so deutlich spüren, daß es mir kalt den Rücken runter lief."
Einen Galoppsprung weniger
Und dann hatte die Amazone im Cross quasi ihr Flash-Erlebnis: "Trusty war im Gelände ein Traum, er fühlte sich brilliant an und hatte einfach nur Spaß. In der Wasserkombination machte er sogar nur zwei Galoppsprünge (eigentlich waren es drei lange), woraufhin Andrew Nicholson, normalerweise der Kühnste von allen, von den anderen Reitern geneckt wurde, warum er das nicht auch könne. Die Zeit war für Trusty so einfach zu bekommen, dass ich ihn in der letzten Minute deutlich langsamer reiten konnte."
Ausgelassene Ehrenrunde
Auch im Springen sei Twinkle Bee gut bei der Sache gewesen. "Die Ehrenrunde fand er dann besonders lustig und galoppierte unausgesetzt auf der Stelle. Die Zeremonie bot auch den Zuschauern ein schönes Schauspiel, bis hin zum Kunstflug von alten Militärflugzeugen über dem Schlossgelände."
Pflegerin bei Marina Köhncke
Und irgendwie schloss sich mit Burghley 2010 wieder der Kreis: "Ich fühlte mich geehrt, mit Marina Köhncke auf diesem besonderen Turnier reiten zu dürfen. Marina gab eigentlich die Initialzündung, die mich nach England brachte. Ich habe für Marina als Pflegerin gearbeitet, als sie 1999 ein paar Monate in England verbrachte", berichtet Anna Warnecke gegenüber buschreiter.de
Burghley-Bericht
Burghley-Website
Ihre Meinung zum Thema?
|