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Auf vier Sterne geeicht: Anna Warnecke und Twinkle Bee (hier in Badminton) platzierten sich in Burghley an sensationeller 9. Stelle (Archivfoto Wolf-Dietrich Nahr, Startseite: Nico Morgan)

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CCI**** Burghley 2010

Reservistenpaar für die WM unter Top Ten

VON WOLF-DIETRICH NAHR

Anna Warnecke hat mit dem irischen Vollblüter Twinkle Bee den größten Erfolg ihrer Karriere verbucht: Unter den Top-Ten beim CCI**** in Burghley. Die WM-Reservistin fügte ihrem Dressurergebnis nur einen Zeitfehler im Springen hinzu und beendete den Klassiker in einem Weltklassefeld mit dem 9. Platz.

Das hat inzwischen gute Tradition im deutschen Spitzen-Vielseitigkeitssport: Die hochklassigen Paare, die im starken Wettbewerb um die Championatsplätze nicht zu Zug kommen, wählen nicht selten den Weg nach Burghley, um sich bei dem exzellent dotierten Vier-Sterne-Event mit einem guten Resultat für die kommenden Saison zu qualifizieren und zu empfehlen.

Dies ist beiden deutschen Amazonen gelungen. Neben Anna Warnecke und Twinkle Bee waren auch Marina Köhncke und Calma Schelly am Start. Die frühere Championatsreiterin ließ an Platz 26 von 51 Paaren in der Wertung zahlreiche Spitzenpaare hinter sich. Köhncke setzte im Cross offensichtlich nicht alles auf eine Karte und nahm 18 Zeitfehler in Kauf. Doch mit der sicheren Vier-Sterne-Wertung gibt es offenbear Perspektive für die EM 2011 in Luhmühlen. Und mancher wird am Ende der Saison 2010 auch schon an Olympia 2012 denken. Bundestrainr Hans Melzer hat es jedenfalls ausdrücklich bedauert, das Calma Schelly am Anfang der Saison pausieren musste und deshalb für die Weltreiterspiele nicht mehr in die engere Wahl kommen konnte.

Anna Warnecke hat damit dokumentiert, dass sie zu Recht als Reservistin für die WM in Kentucky nominiert worden ist, wo die Teilnehmer der Weltreiterspiele ja mit Vier-Sterne-Niveau konfrontiert werden. Die Amazone ist mit Twinkle Bee hinter Kai Rüder und Leprince des Bois in Wartestellung. An einen Einsatz ist nur zu denken, falls eines der sechs Paare ausfallen sollte. Bundestrainer Hans Melzer hatte – wie von buschreiter.de berichtet – in Schenefeld erklärt, im äußersten Notfall werde man auch erwägen, Twinkle Bee trotz des Starts in Burghley in Kentucky zum Einsatz zu bringen.

Der Sieg im CCI**** Burghley ging erstmals nach 2001 wieder nach Neuseeland. Caroline Powell ließ mit ihrem 17-jährigen Schimmel Lenamore die Konkurrenz hinter sich. Mit einem Endergebnis von 38,7 Minuspunkten belegte sie Platz eins.

Und streng genommen spielen die Deutschen in Burghley eine noch viel größere Rolle, als es das Endresultat auf den ersten Blick ausweist: Runner Up wurde der fünfmalige Burghley-Sieger William Fox-Pitt im Sattel des vormals von Ingrid Klimke gerittenen Trakehners Seacookie (42,9). Ebenfalls aus deutscher Zucht stammt das drittplatzierte Pferd, die sächsische Stute Be My Guest, geritten von Clayton Fredericks, vormals Dirk Schrade. Der Australier beendete die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 45,8 Minuspunkten.

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Marina Köhncke und Calma Schelly zeigten beim CCI**** in Burghley eine reelle Leistung (Archivfoto aus Strzegom von Katarzyna Boryna)