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Das Paar bleibt erste Wahl für die WM-Selektoren: Frank Ostholt und Mr. Medicott (Archivfoto Julia Rau) |
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Frank Ostholt/WM-Nominierung Der "atypische" Stopp bleibt ohne Folgen VON WOLF-DIETRICH NAHR Der Vorbeiläufer von Mr. Medicott bei der letzten Formüberprüfung vor den Weltreiterspielen in Breda bleibt für Frank Ostholt folgenlos: Die Nominierung ist durch den Patzer im Gelände nicht in Frage gestellt. Das bestätigten Bundestrainer Hans Melzer und der DOKR-Vielseitigkeits-Ausschuss-Vorsitzende Holger Heigel am Mittwoch in Interviews mit buschreiter.de. Die Verweigerung im CIC*** habe "mit der Nominierung nichts zu tun", sagte Heigel. Der Stopp sei "atypisch" für Mr. Medicott. Das Pferd habe im Cross noch nie einen Fehler gehabt, so der Ausschussvorsitzende. Zu vorsichtig angeritten? Auch der Bundestrainer attestierte Frank Ostholts WM-Ride, dass dieser "topfit, sehr leistungsbereit und ehrgeizig" sei. Frank Ostholt habe die Order gehabt, ruhig und sicher durchs Gelände zu reiten. Melzer schloss nicht aus, dass der WM-Nominierte etwas zu vorsichtig an die relativ einfache Triple-Hecke herangeritten sein könnte. Der Fehler werde nun bei zwei Geländetrainingssitzungen in Warendorf "nachgearbeitet", kündigte der Bundestrainer an. Melzer: "Wir stellen die Situation nach." Einstimmiges Votum Allerdings waren die Offiziellen, die alle beim Bundeschampionat in Warendorf weilten, offenbar nicht ganz unbeeindruckt von der schlechten Nachricht aus Breda. "Natürlich haben wir das am Sonntagabend diskutiert", berichtete Holger Heigel. Am Montag dann seien die Ausschussmitglieder reihum über den Sachverhalt informiert und abgefragt worden. Ergebnis: das einstimmige Festhalten an der Nominierung von Frank Ostholt und Mr. Medicott. Holger Heigel: "Das Pferd ist in optimaler Verfassung." Dies habe sich auch beim Vet Check durch Team-Tierarzt Dr. Carsten Rohde gezeigt. Schrade oder Ostholt Einzelreiter Der Patzer von Breda hat laut Holger Heigel nichts damit zu tun, dass sich Frank Ostholt und Mr. Medicott möglicherweise bei den Weltreiterspielen mit einem Einzelreiterplatz begnügen müssen. Als Individualist sind naturgemäß die Medaillenchancen geringer denn als Teammitglied. Sichere Einzelreiterin wird – wie bereits in Schenefeld bekanntgegeben – die Championats-Novizin Simone Deitermann mit Free Easy NRW sein. "Wir vertrauen beiden Paaren" Die Rolle des zweiten Einzelreiters werde entweder Dirk Schrade mit Gadget de la Cere oder eben Frank Ostholt mit Mr. Medicott zugedacht werden, so der Ausschussvorsitzende im buschreiter-Interview. "Das ist aber noch völlig offen, wir vertrauen beiden Paaren", sagte Holger Heigel. Die Entscheidung wird buchstäblich in letzter Minute in Kentucky fallen. "Wir wollen die Weltmeisterschaft" Alle Nominierungsentscheidungen folgten der klaren Zielsetzung eines bestmöglichen Erfolges bei der WM in den USA, betonte der Ausschussvorsitzende. Heigel: "Wir wollen mit der Mannschaft die Weltmeisterschaft verteidigen und wir wollen auch in der Einzelwertung Weltmeister werden." Ihre Meinung zum Thema? Wer traut sich? So berichtete buschreiter.de: |
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Championatsreiter Frank Ostholt hat das Wohlwollen der Offiziellen, des DOKR-Geschäftsführers Reinhard Wendt und von Bundestrainer Hans Melzer (Archivfoto Julia Rau) |
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Lesermeinungen Komisches Gefühl im Bauch Sie "wollen die Weltmeisterschaft", die Damen und Herren Funktionäre ? Es fällt mir schwer, das zu glauben! Ich muss kein Hellseher sein, um zu sehen, dass das mit Frank Ostholt einfach nur "Poker" ist und mit dem Leistungsprinzip wenig zu tun hat. Ich wünschte unseren Vielseitigkeitsreitern einen "frischen Trainerwind" wie bei den Spezialisten mit Otto Becker. Dann würde endlich einmal nach dem Leistungsprinzip nominiert und nicht nach den "Lorbeeren von gestern"! Natürlich wäre auch dann der Weltmeistertitel noch lange nicht garantiert, aber die "verstaubte und erstarrte Szene" würde etwas besser in Bewegung kommen, und die in großer Zahl vorhandenen jungen und sehr erfolgreichen Nachwuchskräfte wüssten um ihre ehrliche Chance. Welchen Stellenwert hat eigentlich noch eine Deutsche Meisterschaft ? Der Deutsche Meister gehört auch in so eine Auswahl oder es läuft was nicht richtig "im Staate Dänemark". Dann nennt sie doch nicht Deutsche Meisterschaft, wenn sie nur noch dem Training und der Vorbereitung "gesetzter" Kandidaten dient und anschließend Paare zur WM fahren, die der Zuschauer bei großen Events eigentlich nur mit Kleinkind im Arm sehen konnte! Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, natürlich kann diese "Hans Melzer/Wendt"-Auswahl Weltmeister werden - ich drücke die Daumen, allein der Glaube daran fehlt mir und es bleibt ein "komisches" Gefühl im Bauch zurück, wenn ich sehe, wie Bundestrainer und Ausschuss ihre "Wunschkandidaten" da "durchpeitschen". Natürlich hält auch der Fußball-Bundestrainer Löw an Klose und Podolski fest, obwohl sie in ihren Vereinen eher als "Wanderer" unterwegs sind - nur schießen die in der Nationalmannschaft dann auch die Tore! Nun werdet einfach Weltmeister, dann war einfach jede Nominierung auch richtig! Hals und Beinbruch. J. Lindner Lesermeinung zur Lesermeinung des Herrn Lindner Beim Zusammentreffen von geballter Unwissenheit mit unzulänglichen Behauptungen kommen derartige Meinungsäußerungen zustande, die dem Sport nicht dienlich sind. Das Leistungsprinzip in Abrede zu stellen, entbehrt schon für den normalen Durchschnittsbetrachter jeglicher Grundlage. Wer regelmäßig die auf der Homepage des Vielseitigkeitsausschuss-Vorsitzenden Holger Heigel (www.holgerheigel.de) veröffentlichten Sichtungswege verfolgt hat, erkennt zweifelsohne die Systematik einer Leistungskontrolle, die sicherlich noch in verfeinerter Form Rückschlüsse über das Leistungspotenzial der einzelnen zu nominierenden Paare gibt. Hier zu behaupten es würde nicht nach dem Leistungsprinzip nominiert, erscheint mir, auch wenn aus Unwissenheit geschehen, mehr als unverfroren. Die „frischen Trainerwindwünsche“ des Herrn Lindner entbehren aus den geschilderten Gründen jeglicher Grundlage. Ein bekannter Spruch, der auch mit auf die Trainer anzuwenden ist, lautet nicht umsonst „never change a winning team“. Das bisher erfolgreichste deutsche Trainerteam Bartle/Melzer ist seit der Europameisterschaft 2005 in Blenheim nie ohne Medaille nach Hause gekommen. Die Aussage des Herrn Lindner, eine verstaubte und erstarrte Szene durch den Einsatz der in großer Anzahl vorhandenen jungen und sehr erfolgreichen Nachwuchskräfte in Bewegung zu bringen, zeugt von fehlender Sachkompetenz. Sicherlich gibt es eine große Anzahl von erfolgreichen Nachwuchskräften, die aber noch nicht über die erforderlichen Qualifikationsnormen für Weltmeisterschaften verfügen und somit nicht zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde konnten die Trainer in diesem Jahr auch nicht aus den „Vollen“ schöpfen. Die angesprochene Deutsche Meisterschaft ist ebenfalls ein Sichtungsweg wie alle anderen Prüfungen im Dreisternebereich auch (sh. angesprochene Sichtungsübersichten). Der weitere Versuch des Herrn Lindner, durch die Erwähnung des DOKR-Geschäftsführers Reinhard Wendt Polemik in dieses Thema einzubringen, wird immer wieder gern verwandt, um ein unrechtes Licht einzubringen. Hut ab vor jedem Mäzen, Sponsor und sonstigem Unterstützer, der mit seinem eigenen verdienten Geld den Sport so unterstützt wie Herr Wendt. Zur Sachaufklärung wäre noch anzumerken, dass Herr Wendt nicht dem für die Nominierung zuständigem Gremium - dem DOKR-Vielseitig-keitsausschuss - angehört. Bleibt abschließend zu hoffen, dass die Podolski`s der Vielseitigkeit einen schönen Erfolg aus Kentucky mitbringen und Herr Lindner in Zukunft Gefallen an unserem schönen Sport und den getroffenen Entscheidungen findet. Horst Müller
Gut gebrüllt Löwe!!! Ich kann mit ihrer Meinung, die dazu sicherlich noch richtig fachlich fundiert ist, "sehr gut leben" - Herr Müller. Bitte verwechseln sie jedoch nicht "Fachkommentar" und "Lesermeinung". Meinungen werden immer "Halbwahrheiten" sein, oder können auch völlig falsch sein! Buschreiter fragte nicht nach einem "Fachkommentar", den hätten sie vermutlich hervorragend abgegeben und die Auswahl für die WM dabei auch als die "einzig Richtige" begründet. Buschreiter fragte ganz einfach nach einer "Meinung" und die habe ich abgegeben. Es ist meine Meinung und dabei natürlich sehr subjektiv. Was wäre die Vielseitigkeit denn ohne die Zuschauer mit einer Meinung ? Die Stars würden vor einer "Gespensterkulisse" reiten. Ich verfolge die Entwicklung der Vielseitigkeit in Deutschland und in der Welt mit "offenen Augen", hinter "verschlossene Türen" kann ich jedoch nicht schauen. Damit ich wenigstens "Halbwahrheiten" abgeben kann, fahre ich jedes Jahr viele tausend Kilometer zu den einschlägigen Events. Ich habe zwei Augen und Ohren und kann doch recht gut sehen, wer da am Start ist, wer im Ziel ankommt oder wer auch nur als Zuschauer dabei ist. Das sich mir darstellende "Bild" habe ich geschildert und bin sehr froh über das Recht der freien Meinungsäußerung. Lesen sie meine Zeilen "richtig", ich drücke jedem nominiertem deutschen Team die Daumen! Egal wie die Trainer und Funktionäre auch auswählen, es bleiben immer Fragen zurück, immer wird es "Benachteiligte" geben und es wird hoffentlich auch immer aufmerksame Freunde der Vielseitigkeitsszene geben, die ihre "Meinung" sagen - bei mir bleibt das so, Herr Müller. Und wenn (was ich doch sehr hoffe und wünsche), genau diese Mannschaft Weltmeister wird, dann gibt es bestimmt auch einen ehrlichen "Verlierer" – und das werde ich sein! J. Lindner
WM-Kentucky: Kein Betriebsausflug der Jahresbesten! Ich traue mich mal – und was ist los im „Staate Dänemark“ – habe ich da als nur passionierte Beobachterin am Rande was nicht mitgekriegt? Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich bei der WM in Jerez im Busch gestanden habe, mit der Überzeugung, mich nie wieder an diesem Sport erfreuen zu können. Dies wurde nicht nur mir, sondern auch vielen anderen zurückgegeben. Der Vielseitigkeitssport hat sich nach allem im höchsten Maße eine sportliche Kultur erarbeitet, die wir uns bewahren sollten. Dazu gehört auch die Streitkultur und meine Bitte an Herrn J. Lindner: Ziehen Sie bitte keine Schubladen auf, die ganz tief unten liegen. Da, wo der Sport jetzt steht, haben wir auch einem hervorragenden Trainerteam Hans Melzer/Chris Bartle zu verdanken – wer denkt da an “verstaubte und erstarrte Szene“ – ihnen gebührt Trainerbonus. Es ist unsportlich, die „ Doch-Nominierung“ von Frank Ostholt als „Everybody`s Darling“ zu vereiteln. Natürlich genießt er in dieser Situation Vorschuss–Lorbeeren, aber die hat sich einer hart erarbeitet . Frank Ostholt hat sich als erfahrener Championats- und Mannschaftsreiter verdient gemacht, auf diese Erfahrung möchte Hans Melzer sicherlich gerne zurückgreifen können. Wer war auf Holger Heigels Liste zur WM-Qualifikation überzeugender und wer gehört zu den „Benachteiligten“? Sollte das wirklich Julia Mestern mit Schorsch - unsere Deutsche Meisterin ,die Überraschungskandidatin, die niemand auf der Liste hatte – sein? Damit würden unsere Herrn Funktionäre ziemlich hoch zocken, und wir möchten nicht glauben, dass sie der Spielsucht verfallen sind. Die Quote um einen möglichen WM-Mannschaftssieg in der Vielseitigkeit liegt schließlich um einiges höher als die der Spezialisten,da braucht man kein schlechtes Gefühl im Bauch zu haben. Die Personalfrage ergibt sich nicht aus Start- und Ziel-Ergebnissen und die Profis wissen, dass es sich bei der Vergabe von WM-Tickets nicht um einen Betriebsausflug der Jahresbesten handelt. Es ist legitim, nach drei fest gesetzten und ganz starken Mannschaftspaaren I.Klimke/Braxxi A.Dibowski/Leon und M. Jung/Sam mit Frank Ostholt jemanden zu benennen, der ein Mannschaftsergebnis absichern kann. Das ist Luxusstatus…. und man braucht dazu Reiter und Pferde mit Format, die schnelle Geländerunden und wenn es zum Schluss eng wird, auch noch einen fehlerfreien Parcours abliefern können. Wir wünschen uns alle, dass es gut geht und nachher nicht an Stuhlbeinen gesägt wird, wenn es nicht klappt. Mit diesem Gefühl sollten wir keinen auf die Reise schicken. Ich wünsche mir, dass unser WM-Titel erfolgreich verteidigt wird und möchte WM-Sieger von mir aus auch gerne mit Kindern auf dem Arm sehen. Andrea Austermann
Minimale Abstimmungsprobleme Ich denke, man kann sich nur den Anmerkungen von Frau Austermann anschließen, wenn man sich realistisch mit diesem fantastischen Sport auseinandersetzt…bleibt nur zu sagen, dass sich wohl keiner ernsthaft Gedanken machen will, die amtierende deutsche Meisterin in ein WM-Team zu stellen, ganz davon abgesehen, dass bis auf Frank Ostholt alle WM-Kandidaten schon auf dem Papier der diesjährigen Ergebnislisten „unantastbar“ sind, und wenn man genau die Leistungen von Mr. Medicott und Frank Ostholt betrachtet, diesmal nicht auf dem Papier sondern live, dann weiß man, dass auch dieses Paar in dieser Saison gezeigt hat, dass mit ihm zu rechnen ist und ein „Malocher“ wie Frank Ostholt alles daran setzen wird, minimale Abstimmungsprobleme (ich möchte es nicht mal Probleme nennen, aber mir fällt kein seichteres Wort ein…) zu bearbeiten und zu beseitigen… Es läßt sich kaum übersehen, und hierbei spreche ich der amtierenden deutschen Meisterin die reiterliche „Stärke“ nicht ab, dass ein Paar, das jedes Gelände, egal welche Bodenverhältnisse, in utopischen Zeiten absolviert, teilweise mit nicht allzu sportlich wertvollen Szenen (Ausnahme hier die DM in Schenenfeld, hier wirkte das schnelle Reiten stellenweise harmonisch und an den Sprüngen durchaus geschickt - und ja, ich weiß, dass es Pferde gibt, die ihr Grundtempo gehen müssen…diese Stellungnahme kenne ich schon) vielleicht auch nicht das repräsentativste für eine deutsche Vielseitigkeitskultur ist, die nach jahrelanger Aufbauarbeit von „Flachdraufliegern“ befreit ist, die nie wirklich verstanden hatten, dass nicht immer der Schnellste gewinnt und nach dem Motto „wer zieht ist feige“ jedes Gelände „durchnagelten“…dies ist Vergangenheit und soll es meiner Meinung nach auch bleiben. Ich verstehe durchaus die Diskussion um Mr. Medicott, aber als Alternative stünde wenn, dann mit Sicherheit mindestens eine Handvoll Paare wesentlich weiter oben auf der Liste… Lasst uns dem Kentucky-Team die Daumen drücken und die nächsten Championatsmannschaftsanwärter sich erstmal ausreichend beweisen, so dass sie den derzeitigen Repräsentanten irgendwann mal das Wasser reichen können Jan-Peter Flöttmann |
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