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Gewinnen den Preis der Besten: Celina Nothofer und Simba (Archivfoto:Stefan Lafrentz)

Preis der Besten 2011

Nachwuchs aus NRW dominierend

Die besten Nachwuchsvielseitigkeitsreiter kommen aus Nordrhein-Westfalen. Nach Celina Nothofer (Kamp-Lintfort), die mit Simba den „Preis der Besten Vielseitigkeit“ der Junioren und Jungen Reitern gewinnen konnte, sicherte sich bei den Ponyreitern Judith Helmer aus Saerbeck mit Top Nadine die Siegerschärpe.

An diesem Wochenende werden in Warendorf die „Besten“ gekürt. Als Erste durfte sich heute bereits Celina Nothofer (Kamp-Lintfort), im Vorjahr Vize-Europameisterin der Junioren, die Siegerschärpe umhängen lassen. Mit dem achtjährigen, aus eigener Zucht stammenden Rheinländer Simba dominierte sie die Vielseitigkeitskonkurrenz der Junioren und Jungen Reiter beim „Preis der Besten“.

Den Grundstein für ihren Sieg legte die 18-jährige Abiturientin in Dressur und Parcours, wo sie sich einen satten Vorsprung herausarbeitete. Dieser kam ihr beim abschließenden Geländeritt zu Gute. Mit knapp 1,5 Punkten Vorsprung blieb sie in der Gesamtwertung vor Freya Füllgraebe (19, Krefeld) mit dem ebenfalls aus eigener Zucht stammenden Rheinländer Oje Oje. Die Vorjahres-Mannschaftseuropameisterin war eine der Schnellsten auf der Geländestrecke. Sie benötigte nur eine Sekunde länger als erlaubt.

Innerhalb der Zeit blieben nur drei der insgesamt 26 Starter, darunter auch Yvonne Booten (20, Goch) mit Dreamfire. Als dritte Rheinländerin landete sie auf Platz drei und bescherte dem gebürtigen Belgier Jarno Debusschere einen kaum zu überbietenden Einstand in sein neues Amt als rheinischer Landestrainer Vielseitigkeit.

Zu denjenigen, die ebenfalls ohne Strafpunkte ins Ziel kamen, zählten auch Sophie Krieger aus Kaufbeuren mit Windrose, die seit Kurzem bei Dirk Schrade in Sprockhövel trainiert. Sie belegte Platz vier vor der dritten „Null-Reiterin“ Sabine Deparade, Auszubildende am DOKR, mit Khira De und der Doppel-Junioreneuropameisterin des Vorjahres, Alina Meister (19, Löptin).

Gleich als Erste und als Führende startete Judith Helmer am Sonntagmorgen in die Geländestrecke auf dem Warendorfer Vielseitigkeitsplatz, wo sie eine souveräne Runde zum Auftakt drehte. Diese kostete allerdings etwas Zeit, so dass sie noch eine Weile um den Sieg bangen musste.

Bis zum Schluss kam jedoch niemand mehr an ihr Endergebnis von 54,7 Minuspunkten heran – auch sie selbst nicht mit ihrem zweiten Pony Nabur, mit dem sie nach Dressur und Springen an zweiter Stelle lag. Mit ihm startete sie als Letzte der insgesamt 25 Teilnehmer, musste jedoch nach drei Verweigerungen ausscheiden. „Nabur hat einfach noch nicht so viel Erfahrung. In Marbach sind wir vor zwei Wochen unsere erste Prüfung gegangen“, sagte die Siegerin.

Mit Naburs Halbschwester Top Nadine – beide haben dieselbe Mutter – ist die Reiterin dagegen von klein auf zusammengewachsen. Mehrfach bestritten sie die „Goldene Schärpe“, waren zwei Mal Vize-Westfalenmeister und nahmen im vergangenen Jahr erstmals an Deutschen Meisterschaften teil, wo sie Platz acht belegten. Für ihren ersten Preis-der-Besten-Start in ihrem letzten Pony-Jahr hatte sich die 16-Jährige etwas vorgenommen. „Ich wollte schon vorne dabei sein. Wenn man gar nicht gewinnen will, braucht man auch nicht losfahren.“

Eine Chance auf den Sieg verpassten dagegen Hanna-Lea Kehrer (Reutlingen) mit Cyrano und Leonie Leuwer (Königswinter) mit Camissa Nera. Kehrer, Dritte nach Dressur und Springen kassierte einen Vorbeiläufer an einer Ecke und fiel damit auf Platz zwölf zurück (78,0). Leuwer blieb zwar fehlerfrei, musste aber ebenfalls Zeitfehler in Kauf nehmen und wurde Fünfte (63,2).

Damit machten sie den Platz frei für die erst 13-jährige Mannschafts-Vizeeuropameisterin Flora Reemtsma (Groß Walmstorf) mit Pamira LK, die dank einer fehlerfreien und sehr schnellen Runde vom siebten Platz auf den Silberrang vorrückte (57,1). Eine Nullrunde im Gelände verhalf auch Sarah Schmierer (14, Erdmannhausen) mit dem erst sechsjährigen Moonlight Kiss aufs Podest (57,3).

Pech hatte dagegen die nach Dressur und Springen auf Platz fünf liegende Anna-Katharina Vogel (14, Biessenhofen) mit Mc Ide. Sie schied auf der 2.250 Meter langen Strecke aus, da sie ein Pflichttor ausließ. Auch für 13-jährige Anna-Maria Bauer aus Köngen, die mit Lichtenbergs Dorian Gray eine von nur vier Nullrunden im Parcours gedreht hatte und die vor dem Gelände auf Platz sechs rangierte, endete der Preis der Besten vorzeitig nach einem unfreiwilligen Bad im Wassergraben. Mit diesem machte am Ende übrigens auch Judith Helmer Bekanntschaft: Wie bei Championaten üblich, wurde sie am Ende von ihren Mitstreitern für ihren Sieg „getauft“.

fn-press

Alle Ergebnisse im Detail unter www.preis-der-besten.de

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