Nervenstarke Spätentwicklerin: Calma Schelly spielt heute mit Zwei-Sterne-Prüfungen (Foto Julia Rau) |
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Und Marina Köhncke macht eine ganz neue Erfahrung: Nach dem großer Erfolg in Badminton baut sich kein Erfolgsdruck auf, kein Sponsor oder Besitzer im Hintergrund, der immer noch mehr will, fordert. „Das ist auch neu für mich, ich habe keinen Druck.“ Ohne Druck zum Erfolg Der Eigentümer von Calma Schelly, der Unternehmer Horst Schelletter, kommt mindestens jeden zweiten Tag auf den Hof, um beim Training des Pferdes dabeizusein. „Das hilft einem sehr und ist überhaupt keine Belastung.“ Schelletter saß früher selbst im Vielseitigkeitssattel und weiß, dass es Rückschläge geben kann, die Erfolgskurve nicht immer geradlinig nach oben zeigen muss. Er lässt der Reiterin den Freiraum, den sie sich wünscht und den sie genießt – und der jetzt auch Teil des Erfolgsrezeptes ist. "Wie geht es weiter?" Marina Köhncke muss nichts mehr beweisen. Sie wird jetzt auch nicht vom Ehrgeiz gepackt, der sie vielleicht zu noch mehr Top-Turnieren, zu den Championaten treiben könnte. „Ich habe überhaupt keine Idee, wie es weitergeht.“ Alles weitere werden die Gespräche mit Hans Melzer zeigen. Er ist Teil einer „tollen Truppe“, die die Reiterin in Badminton rundum gecoacht hat, neben Melzer auch Chris Bartle, der sogar in der großen Pressekonferenz für Marina Köhncke in den Ring stieg, als es um den umstrittenen Zeitaufschlag im Cross ging. |
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Auf dem Weg zur Vier-Sterne-Platzierung: Marina Köhncke und Calma Schelly in Badminton 2011 (Foto Nahr) |
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Und da war auch Trainer Claus Erhorn, der auch in Badminton Anteil an dem Erfolg hatte. „Es war alles sehr harmonisch, und alle zusammen haben versucht, das Beste daraus zu machen“, so Marina Köhncke. Was ist richtig für das Pferd? „Ich will keinesfalls in die Schiene, das etwas sein muss, das hatte ich. Ich will immer das reiten, was richtig ist für das Pferd.“ Das könnte die EM, vielleicht könnten es auch die Oiympischen Spiele 2012 in London sein? Die Frage von buschreiter.de beantwortet Marina Köhncke mit dem Hinweis, dass weder das eine noch das andere als Ziel programmiert sei. „Wenn ich losfahre, dann nur, wenn das Pferd und ich toll vorbereitet sind, aber nicht auf Biegen oder Brechen, je mehr man sich fixiert, desto gestresster ist man. Ich will alles kurzfristig entscheiden.“ Am langen Zügel im Hexenkessel Welche Harmonie zwischen Reiterin und Pferd besteht, durften Tausende von Zuschauern im Stadion von Badminton erleben: Marina Köhncke ließ Calma Schelly bei der Presentation of the Competitors im Hexenkessel der Arena mit Geräuschpegel, Applaus, Blitzlichtgewitter am langen Zügel einherschreiten, während die anderen Stars in den Seilen hingen und alle Mühe hatten, ihre aufgedrehten Vierbeiner einigermaßen mit Anstand an den Zuschauermassen vorbeizureiten. "Eine große Persönlichkeit" „Sie ist unheimlich nervenstark, aber das habe ich auch an der Startbox gemacht. Wenn ich den Zügel lang lasse, dann weiß sie: Es passiert nichts, das hat sie abgespeichert.“ Aber wie viele Top-Pferde ist sie nicht nur cool, sondern hat ihre Eigenheiten. Langes Putzen am Kopf ist okay, aber das Striegeln am Körper macht die Stute kitzelig. Beim Gurten beißt Calma Schelly sogar. „Sie ist eine Diva, eine große Persönlichkeit.“ |
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Vorbereitung auf Badminton: der Zwei-Sterne-Einsatz in Kreuth (Foto Nahr) |
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